Wechsel der Steuerklasse

Ein Wechsel in eine andere Steuerklasse kann unter Umständen sehr hohe Summen einsparen, jedoch sollte man sich zu diesem Thema gründlich von einem Steuerberater beraten lassen. Der Rat für schwangere Frauen zum Thema Mutterschaftsgeld und Steuerklasse lautet häufig, vor dem Bemessungszeitraum in die Steuerklasse III zu wechseln. Der Bemessungszeitraum beginnt mindestens drei Monate vor Beginn des Mutterschutzes und stellt die Monate dar, die durchschnittlich im Einkommen zur Bemessung herangezogen werden.

Wer für das Mutterschaftsgeld die Steuerklasse wechseln möchte sollte wissen, dass hier während des Mutterschutzes durch den Wechseln ein höheres Mutterschaftsgeld erreicht werden kann, sofern sich das Nettogehalt durch einen Steuerklassenwechsel steigern lässt. Ein Wechsel wegen Mutterschaftsgeld in eine andere Steuerklasse ist absolut zulässig. Arbeitgeber jedoch müssen diesem Wechsel nicht folgen. Eine Steuerklasse, die der Schwangeren ein höheres Nettoentgelt einbringt bedeutet für den Arbeitgeber höhere Zuzahlungen während des Mutterschutzes, die er nicht akzeptieren muss.

Ein Wechsel der Steuerklasse wegen Mutterschaftsgeld sollte grundsätzlich gut durchkalkuliert werden, besonders dann, wenn es auch den Partner betreffen könnte. In einigen Fällen ergibt sich aus einem Steuerklassewechsel der Schwangeren eine höhere Steuerzahlung des Ehepartners. Hier muss gründlich erwogen werden, ob ein Wechsel tatsächlich finanziell rentabel ist.