Sonderfall: Mutterschaftsgeld für Selbständige

Arbeitnehmerinnen, Arbeitslose und Geringverdiener erhalten Mutterschaftsgeld, Studenten haben diesen Anspruch ebenfalls. Doch wie sieht es mit dem Mutterschaftsgeld für Selbstständige aus? Für Selbstständige beginnt der Mutterschutz ebenfalls vier Wochen vor der Geburt, doch die meisten selbstständigen Frauen arbeiten weiter bis zur Geburt um keine Umsatzeinbußen in Kauf nehmen zu müssen oder Kunden zu verlieren. Grundsätzlich gilt der Mutterschutz auch in diesem Fall bis acht Wochen nach der Geburt. Selbstständige sind jedoch in dieser Hinsicht in eigener Verantwortung.

Mutterschaftsgeld für Selbstständige steht jeder Schwangeren zu, sofern sie gesetzlich krankenversichert ist. Das Mutterschaftsgeld für Selbstständige ist jedoch höher als bei Arbeitnehmerinnen. Es beträgt für Selbstständige den Betrag, der als Krankengeld im Falle von Krankheit gezahlt würde, nämlich 70 Prozent des Einkommens. Hierfür wird ein halbjährlicher Einkommensdurchschnitt als Berechnungsgrundlage genommen. Das Mutterschaftsgeld für Selbstständige wird bei der Krankenkasse beantragt.

Wenn nach der Geburt Elterngeld beantragt wird, so wird das Mutterschaftsgeld in voller Höhe angerechnet. Selbstständige, die privat versichert sind, haben keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Je nach geschlossenem Tarif müssen privat versicherte, selbstständige Frauen sich individuell durch Mitarbeiter ihrer zuständigen Krankenkasse beraten lassen. Einige private Krankenkassen zahlen Pauschalbeträge – was genau der Schwangeren zusteht, ist abhängig vom geschlossenen Vertrag.