Entgeltfortzahlung statt Mutterschaftsgeld bei Minijob

Der Minijob gilt als 400 Euro Job, das heißt dass die Arbeitnehmerin als geringfügig Beschäftigte gilt, deren Einkommen durch den Minijob lediglich 400 Euro beträgt. Der Minijob ist festen Regeln unterworfen, der Arbeitgeber in gleichem Maße in die Verantwortung nimmt wie es bei Vollzeit- oder Halbtagsstellen der Fall ist. Bei Krankheit besteht ein Recht des Arbeitnehmers auf die Fortzahlung seines Entgeltes. Der Anspruch besteht für 42 Tage bei gleicher und durchgehender Erkrankung.

Im Rahmen des Mutterschaftsgesetzes sind die Arbeitgeber von Minijobbern ebenso in der Pflicht: Das Beschäftigungsverbot beginnt auch für geringfügig Beschäftigte sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet acht bis längstens zwölf Wochen nach der Geburt. Während dieser Zeit besteht selbstverständlich ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Um diesen Kostenpunkt für die Arbeitgeber wieder auszugleichen, sieht der Gesetzgeber für kleine und mittlere Betriebe die Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen vor, die durch Krankheit und Schwangerschaften für den Arbeitgeber entstehen.

Mutterschaftsgeld bei Minijob, was bedeutet, Mutterschaftsgeld bei 400 Euro Job wird also nicht bezahlt – es findet eine Entgeltfortzahlung in gewohnter Höhe durch den Arbeitgeber statt. Minijobber gelten als geringfügig Beschäftigte und unterliegen anderen Bedingungen in der Krankenversicherung sowie den Zahlungen von Krankengeld und Mutterschaftsgeld.