Mutterschaftsgeld für Arbeitslose und ALG 2-Empfängerinnen

Mutterschaftsgeld wird allen Frauen gezahlt, die in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis stehen. Bei Arbeitslosigkeit befindet sich die Frau jedoch auch in einem versicherungspflichtigen Verhältnis – zwar ohne Beschäftigung, doch durch den Anspruch auf Arbeitslosengeld hat sie auch den Anspruch auf die Zahlung von Mutterschaftsgeld. Normalerweise ist jeder Arbeitslose verpflichtet, sich um eine neue Stelle zu kümmern, Termine bei der Arbeitsagentur wahrzunehmen und Auskunft zu erteilen über Bewerbungen und Vorstellungsgespräche. Während der Zeit des Mutterschutzes ist die Schwangere jedoch davon freigestellt – hier gilt wie in allen Fällen, dass durch die Schwangerschaft keine Benachteiligung entstehen darf. Wer also Anspruch hat auf ALG, erhält auch Mutterschaftsgeld.

Das Mutterschaftsgeld falls arbeitslos und mit Anspruch auf Arbeitslosengeld entspricht dem Betrag des Arbeitslosengeldes. Allerdings darf das Arbeitsverhältnis nicht während der Schwangerschaft zulässig aufgelöst worden sein – ist dies der Fall gewesen, beispielsweise weil der Betrieb in Insolvenz gegangen ist, so tritt das Bundesversicherungsamt ein und übernimmt die Zahlungen an Stelle des Arbeitgebers. Die Zeit des Mutterschutzes wird in der Dauer der Zeit des Anspruchs auf ALG angehängt. Beim Bezug von ALG 2, auch Hartz genannt, gelten andere Regeln: um das Verwaltungsverfahren zu vereinfachen wurde beschlossen, dass Mütter, die ALG 2 beziehen keinen Anspruch auf Zahlungen wie Krankengeld oder Mutterschaftsgeld haben. Die Zahlung von ALG 2 läuft in gewohnter Höhe weiter, so dass hier keine Benachteiligung durch den Mutterschutz entsteht.