Mutterschaftsgeld auch bei PKV?

Frauen, die gesetzlich krankenversichert sind, haben einen Anspruch auf die Zahlung von Mutterschaftsgeld in Höhe von derzeit 13 Euro pro Kalendertag während der Zeit des Mutterschutzes. Der Mutterschutz beginnt vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Geburt. Bei Mehrlingsgeburten, Frühgeburten oder anderen Komplikationen erhöht sich der Mutterschutz nach der Geburt auf bis zu zwölf Wochen.

Privat versicherte Frauen haben ebenfalls einen Anspruch auf die Zahlung von Mutterschaftsgeld. Das Mutterschaftsgeld der PKV Versicherten wird allerdings von der Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamtes in Bonn gezahlt und muss auch dort beantragt werden. Es beträgt ebenfalls 13 Euro pro Kalendertag und höchstens einen Betrag von 210 Euro pro Monat. Falls die Schwangere in einem Arbeitsverhältnis steht, so übernimmt auch hier der Arbeitgeber den Differenzbetrag der sich nach Abzug des Mutterschaftsgeldes zum normalen Nettoeinkommen ergibt. Während dem Bezug von Mutterschaftsgeld für PKV Versicherte ist die private Krankenversicherung beitragspflichtig. Der Arbeitgeber ist während dieser Zeit nicht verpflichtet, einen Arbeitgeberanteil zur PKV zu leisten.

Mutterschaftsgeld und privat versichert ist ein Thema, zu dem sich schwangere Frauen, die privat krankenversichert sind, gründlich von ihrer Krankenkasse beraten lassen sollten. Schwangere Selbstständige haben ebenso einen Anspruch auf die Zahlung von Mutterschaftsgeld, wenn sie privat versichert sind, allerdings entgeht ihnen die Differenzzahlung eines Arbeitgebers.