Mutterschaftsgeld und Kindergeld

Mutterschaftsgeld und Kindergeld haben grundsätzlich nichts miteinander zu tun. Das Mutterschaftsgeld wird von der Krankenkasse und vom Arbeitgeber gezahlt, während das Kindergeld von der Kindergeldkasse gezahlt wird. Die Kindergeldkasse ist eine Behörde der Arbeitsagentur und dort zu finden. Während das Mutterschaftsgeld ab dem Tag des Beginns des Mutterschutzes gezahlt wird, kann das Kindergeld erst beantragt werden, wenn das Kind geboren ist. Um den Antrag auf Kindergeld zu stellen, sollte man die Behörde direkt aufsuchen und die Geburtsurkunde des Kindes mitbringen. Das Kindergeld kann dann direkt bei der Kindergeldstelle in der Arbeitsagentur beantragt werden. Die Bearbeitung des Antrags dauert häufig drei bis vier Wochen, das Kindergeld wird jedoch rückwirkend nachgezahlt.

Das Mutterschaftsgeld wird durch die Zahlung des Kindergeldes in keinem Fall beeinflusst. Beim Mutterschaftsgeld handelt es sich ohnehin um eine zeitlich begrenzte Zahlung an berufstätige Mütter, damit ihnen kein finanzieller Nachteil entsteht. Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Geburt. Während dieser Zeit darf eine Mutter nicht am Arbeitsplatz eingesetzt werden sondern ist freizustellen. Das Kindergeld hingegen ist eine Zahlung des Staates, die allen Eltern zugute kommt und gezahlt wird, bis das Kind volljährig ist.

Sofern das Kind sich bei Volljährigkeit noch in schulischer Ausbildung befindet, wird das Kindergeld auch über die Volljährigkeit hinaus gezahlt – in diesem Fall sind allerdings Schulbescheinigungen vorzulegen.