Mutterschaftsgeld und Elterngeld

Das Mutterschaftsgeld wird bis acht Wochen nach der Geburt gezahlt. Bei Frühgeburten oder Mehrlingsgeburten verlängert sich der Mutterschutz und damit die Zahlung von Mutterschaftsgeld auf zwölf Wochen nach der Geburt. Danach muss die junge Mutter entweder wieder an ihrem Arbeitsplatz erscheinen oder aber die inzwischen eingeführte Elternzeit nehmen. Bis zum 3. Geburtstag des Kindes haben Arbeitnehmer, die ihre Kinder selbst betreuen, einen rechtlichen Anspruch auf die Elternzeit. Sind beide Eltern erwerbstätig, können sie frei entscheiden wer die Elternzeit nimmt und diese auch untereinander gleichberechtigt aufteilen.

Der rechtlich fundierte Anspruch auf die Elternzeit besteht jedoch nur in Betrieben ab 15 Beschäftigten. Außerdem dürfen keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen und der Arbeitnehmer muss mindestens sechs Monate im Unternehmen beschäftigt sein. Der Antrag auf Elternzeit muss spätestens acht Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber gestellt werden.

Während der Elternzeit besteht ein Kündigungsschutz, der jedoch von den Behörden durchaus aufgehoben werden kann wenn die Gewährung der Elternzeit für den Betrieb eine unzumutbare Härte bedeuten würde. Die Elternzeit kann, sofern der Arbeitgeber einverstanden ist auch mit einer Zeit von bis zu einem Jahr auf einen späteren Zeitpunkt übertragen werden. Mit dem Beginn der Elternzeit beginnt die Zahlung vom Elterngeld. Das Elterngeld beträgt 67 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens bis zu einem Höchstbetrag von 1800 Euro monatlich. Das Elterngeld wird von der Elterngeldkasse gezahlt.